{"id":1053,"date":"2018-05-20T22:57:31","date_gmt":"2018-05-20T22:57:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.paromato.de\/?p=1053"},"modified":"2019-05-13T21:57:30","modified_gmt":"2019-05-13T21:57:30","slug":"9-13-mai-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paromato.de\/?p=1053","title":{"rendered":"9.-13. Mai 2018"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mittwoch, 9.5.2018<\/strong><\/p>\n<p>Dieses lange Wochenende soll zwar nicht so sch\u00f6n und warm werden wie die Tage vorher, aber zumindest ist nicht permanent Regen angesagt &#8211; Donnerstag schon, aber dann soll es auch wieder besser werden. Wir fahren &#8211; teils geplant, teils weil doch noch viel zu regeln ist &#8211; erst gegen 21 Uhr Richtung Tergreft und sind komplett ohne Stau und Stress kurz nach Mitternacht am Boot. Das Auto will ich diesmal mit nach Burdaard nehmen, so packen wir nicht alles gleich aus. An Bord ist soweit alles ok \u2013 bis Karen auf einmal bemerkt, dass die Abdeckung im Kaj\u00fctenboden, unter der sich Stauraum f\u00fcr Schrauben und Werkzeug befindet, sich ganz erheblich verzogen hat \u2013 sieht richtig rund aus. Ich nehme die Abdeckung hoch \u2013 und schaue in das leibhaftige Grauen. Brackwasser steht bis knapp unter dem Kaj\u00fctenboden, alles Werkzeug und alle Schraubenkisten sind geflutet. Da \u00fcberf\u00e4llt mich erst mal ein wenig Panik, ein Leck im Boot k\u00f6nnen wir ja nun gar nicht gebrauchen. Und bei einer derartigen Wassermenge ist ja mit dem Schlimmsten zu rechnen. Wir decken erst mal den Boden in Kaj\u00fcte und Komb\u00fcse ab und f\u00fcllen das Brackwasser in Eimer, um es \u00fcber das Sp\u00fclbecken zu entleeren. 8 Eimer Wasser sind es und es sickert weiters Wasser nach. Nachdem wir das Werkzeug und die Schrauben erst mal notd\u00fcrftig gesichert haben, legen wir uns gegen 2 Uhr erst mal aufs Ohr. Hinten in der Bilge ist wohl auch noch mit Wasser zu rechnen, aber das muss bis zum Morgen warten.<\/p>\n<p><strong>Donnerstag, 10.05.2018<\/strong> In der Nacht regnet es, man muss sagen zum Gl\u00fcck, da nun die Ursache f\u00fcr den Wassereinbruch sichtbar wird. Als ich die Klappe zum Bunker \u00f6ffne, steht die Rinne voll Wasser, unterhalb ist alles nass im Bunker. Das Abflussrohr der Rinne ist verstopft und das Regenwasser, das sich vom ganzen Boot hinten sammelt, l\u00e4uft nun in den Bunker. Es hatte vorher sicher eine ganze Woche nicht geregnet, also war am Abend die Rinne leer und der Bunker trocken. Ohne den Regen h\u00e4tten wir gewiss lange nach der Ursache forschen m\u00fcssen!<\/p>\n<p>Ich fahre mit dem Boot nach Burdaard, Karen nimmt das Auto, und dann ist im Hafen trockenlegen angesagt. Der Motor liegt tief im Wasser, doch zum Gl\u00fcck erreicht auch hier der Wasserpegel nicht den Holzboden; wenn die Bilge voll ist, l\u00e4uft das Wasser nach vorne, wo wir es in der Nacht gesehen haben. Wir k\u00f6nnen nach einigem Basteln das Wasser mit der Handpumpe entfernen, das restliche \u00f6lige Bilgenwasser m\u00fcssen wir aufnehmen und entsorgen. Von dem im Bunker lagernden Holz ist etliches angeschimmelt und muss ebenfalls entsorgt werden, doch im gro\u00dfen und ganzen ist der Flurschaden \u00fcberschaubar. Mit einer Unmenge T\u00fcchern und Papier wird das Boot wieder trockengerieben, es regnet zum Gl\u00fcck auch nicht mehr. Kompliziert wird es an der Trennstelle zwischen Motorraum und Steuerraum \u2013 der Boden ist dort unterhalb der Tanks mit Kissen vollgestopft f\u00fcr eine akustische D\u00e4mpfung des Motors. Die sind nat\u00fcrlich alle nass. Herausholen kann ich die aber nur, nachdem ich die Druckwasserpumpe entfernt habe und daf\u00fcr muss ich den Wassertank leeren. \u00c4rgerlich \u2013 hier fehlt ein Absperrventil. Aber irgendwann sind auch die Kissen raus und trocknen an Land in der Sonne.<\/p>\n<p>Zwischenzeitlich kommt Simone vorbei, um unser Elend zu bestaunen. Am Nachmittag gehen wir mal r\u00fcber auf eine Pause. Auf dem Weg versuche ich im kleinen Baumarkt einen kleinen Kugelhahn zu kaufen \u2013 ich habe nur einen viel zu gro\u00dfen 1-Zoll-Hahn. Aber der Baumarkt ist geschlossen, wie sich rausstellt ist in Friesland ebenfalls Feiertag. F\u00fcr einen Ausflug nach Dokkum, wo der Baumarkt wohl ge\u00f6ffnet hat, ist es aber mittlerweile zu sp\u00e4t. Bei Frans staube ich einen halbz\u00f6lligen Kugelhahn ab, der gut an den Wassertank passt. Nun k\u00f6nnen wir bei Reparaturarbeiten in Zukunft wenigstens das Wasser im Tank lassen.<\/p>\n<p>Heute wird das Boot mal nicht bewegt, wir sind froh, glimpflich davon gekommen zu sein und die Nacht ist ruhig und trocken&#8230;, aber kalt und wir genie\u00dfen den Luxus der Heizung im Boot.<\/p>\n<p><strong>Freitag, 11.05.2018 <\/strong>Fr\u00fch am Morgen &#8211; gerade hat das Teewasser im Kessel gefl\u00f6tet &#8211; schmei\u00dft uns Jan, der M\u00fcller und Hafenmeister aus dem Bett. Am Abend zuvor haben wir uns verpasst und so will er die Liegegeb\u00fchr kassieren. Er erz\u00e4hlt, dass heute Elf-Steden-Wandertag ist. Es werden wohl reichlich Wanderer vorbei kommen. Und richtig. Ganze Heerscharen Rentner, auch Gruppen von Polizisten oder Soldaten defilieren an Paromato vorbei. Unglaublich, wieviele Menschen sich an einem ganz normalen Werktag Zeit f\u00fcr diese Wanderung nehmen.<\/p>\n<p>Die Kissen sind noch nicht wirklich zu 100% trocken, aber es reicht. Ich kann alles wieder montieren, die Pumpe wieder in Betrieb nehmen und den Boden wieder hinlegen. Auch die gebogene Klappe nehme ich mir vor und leime und schraube eine Holzleiste unten drunter, die der Klappe wieder auf eine grade Linie hilft. Heute wollen wir wenigstens ein wenig fahren und besuchen mal Ilona, die neue Wirtin der Koffie und Teeschenkerei in Bartlehiem auf einen Capuccino und eine warme Chocomel. Klaus und Simone fahren mit dem Rad. Ich glaube und hoffe, das Cafe wird mit neuen Besitzern und neuem Charme seinen Platz an der Dokkumer Ee behaupten. Am Abend gibt&#8217;s gemeinsam was auf die Gabel und in der hereinbrechenden Nacht fahren die Ruderer die Dokkumer Ee nach Dokkum und wieder zur\u00fcck. Vorher tauscht Jan auf der Stra\u00dfe vor dem Haus seine Sto\u00dfstange am Mercedes-Transporter. Er hat ein anderes Auto gerammt und dabei zu Schrott gefahren \u2013 bei ihm hat nur dei Sto\u00dfstange gelitten. Danach schauen wir uns gemeinsam mit den Nachbarn das Schauspiel der Ruderer an, alles 2-er mit Steuermann, die aus allen m\u00f6glichen L\u00e4ndern kommen. Die Bootsbesatzungen wechseln unterwegs mehrfach \u2013 auch hier in Burdaard halten viele an um zu wechseln. Eine sch\u00f6ne und gem\u00fctliche Situation, k\u00f6nnte bischen w\u00e4rmer sein&#8230;<\/p>\n<p><strong>Samstag, 12.05.2018<\/strong><\/p>\n<p>Wir sind wieder sp\u00e4t in den Tag gestartet. Aber immerhin regele ich noch die Nummer mit dem Holzboden in der Komb\u00fcse. Der muss nun doch fest verschraubt werden, da er sich auseinanderschiebt. Das ist sicher nicht die beste L\u00f6sung, aber ich kann damit leben. Mit Klaus und Simone haben wir wenig verabredet \u2013 aber auch Simone will wie wir nach Leeuwarden, allerdings mit dem Rad. Als wir dann gegen Mittag aufbrechen und in Bartlehiem Halt machen, treffen wir uns per Zufall dort. Ich habe Simones SMS geflissentlich ignoriert, aber so war es sch\u00f6n, dass uns der Zufall geholfen hat. Simone ist schon auf dem R\u00fcckweg, Klaus kommt aus Burdaard. Wir sind dann weiter nach Leeuwarden gefahren und endlos durch die Stadt gelaufen \u2013 auch durch Viertel, die uns bislang verborgen geblieben sind. Auf der R\u00fcckfahrt nehmen wir die Route Bonkefahrt, bleiben auf dem Weg nach Bartlehiem aber in Altsjerk an der Selbstbedienungsbr\u00fccke h\u00e4ngen. Just als wir anlegen schaltet sie auf Feierabend. So bleiben wir im Altsjerker Hafen, rufen den Hafenmeister an und haben f\u00fcr 10 Euro einen sch\u00f6nen Liegeplatz \u2013 hier kann man gewiss auch komfortabel dauerhaft liegen \u2013 Dusche, Wasser, Strom, dazu recht ruhig. Und der Jahrespreis ist auch hier \u00fcberschaubar. Wir nehmen noch einen Absacker im Altsjerker Cafe und gehen dann zeitig schlafen.<\/p>\n<p><strong>Sonntag, 13.05.2018<\/strong><\/p>\n<p>Sonntag morgen funktioniert die Br\u00fccke wieder ab 9, aber wir vertr\u00f6deln ein wenig den Tag und fahren, da wir das Auto noch holen m\u00fcssen, durch bis Burdaard. Ich setze Karen dort ab und fahre direkt zur\u00fcck bis Tergreft, wo ich kurz nach zwei eintreffe. Nun ist ausr\u00e4umen angesagt und zwar komplett, da ich den Boden \u00f6len m\u00f6chte &#8211; die Eiche ist doch sehr empfindlich bei Wasserflecken und -spritzern. Um halb 5 ist dann alles geschafft und wir verlassen das Boot, das uns n\u00e4chstes Mal hoffentlich nicht mit einer neuen \u00dcberraschung empf\u00e4ngt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittwoch, 9.5.2018 Dieses lange Wochenende soll zwar nicht so sch\u00f6n und warm werden wie die Tage vorher, aber zumindest ist nicht permanent Regen angesagt &#8211; Donnerstag schon, aber dann soll es auch wieder besser werden. 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