18.-19. Juli 2017

Di 18. Juli Am Wochenende hat es nicht geklappt, auch alleine konnte ich mich nicht loseisen, also probiere ich mal, den freien Mittwoch in Friesland zu verbringen, Dienstag nachmittag kann ich los, den Donnerstag Morgen habe ich mir sicherheitshalber mit Christel getauscht, so habe ich theoretisch bis Donnerstag Mittag Zeit. Bevor Frans und Wilma ihren nächsten Trip starten will ich auch noch die Kühlschrankfrage klären. In Witten habe ich mir in der Niederlassung eines Internethandels ein Set mit Anzeige-Instrumenten gekauft, Öldruck, Öltemperatur und nochmal Bordspannung nebst passendem Ölfilter-Adapter, um die Sensoren auch unterbringen zu können. Daneben wollte ich an den Fußboden, vielleicht einen weiteren Eingriff sägen und eine Platte ersetzen. Unterwegs musste ich mal für eine Stunde rechts ran – ich war einfach zu müde.
In Burdaard traf ich Frans am Hafen, der mit dem Hund eine Runde ging. Sie wollen am Abend weg, so habe ich Zeit für mich und das Boot, erst muss ich eine Runde entspannen, die Arbeitswut will sich noch nicht so recht einstellen. Beim chillen an Deck stört mich immer mehr der Zustand der Tür, die völlig rostverfärbt ist. Das wird morgen früh das erste Projekt!

Mi 19. Juli Ich beginne mit der Tür, wie gestern geplant. Alle Beschläge und das Schloss müssen ab – nur der Knauf widersetzt sich erfolgreich. Alle anderen Schrauben sind mehr oder weniger weggerostet. Das Schloss ist in einem schlimmen Zustand, ich entferne festsitzende Rostschichten und bürste die Farbe ab, setze Fertan ein und warte ab. Griffe und Riegel werden ebenfalls gebürstet und die Tür an den rostverfärbten Stellen geschliffen und lackiert.
Dann der Motor. Erst mal alles freigelegt und ein wenig Öl abgepumpt, Öl ist ja immer auch eine Sauerei. Und richtig, der Filter sitzt waagrecht und es läuft natürlich reichlich daneben beim Abschrauben. Der Adapter mit angeschraubtem Druckgeber passt so grade noch, aber die Schraube für den Adapter passt nicht – das Filtergewinde im Motor ist zu lang, oder der Adapter ist zu dünn, aber passende Distanzscheiben in 5mm wird es wohl auch nicht geben… Problem. Also leider zurück marsch marsch, alles wieder zusammenbauen und neu überlegen. Den vorhandenen Druckschalter schraube ich auch mal raus, und gesäubert wieder rein – hat erfreulicherweise das gleiche selbstdichtende Gewinde. Ich besuche erst mal Frans & Wilma und klage ihnen mein Leid. Frans meint, man solle das Gewinde am Motor absägen, beim rausschrauben könne eine Hohlschraube schon mal abbrechen. Oh jeh, ich werde Klaus fragen, was zu tun ist. Ich verabschiede mich, weil ich noch bis Tergreft möchte und die Brückenzeiten sind unerbittlich.
In Tergreft mache ich mich an den Boden. Wir hatten mal in Burdaard eine schichtverleimte Holzplatte gefunden, die will ich jetzt zerschneiden und die eine oder andere Bodenplatte damit ersetzen. Das ist ein wenig so als wollte man einzelne Puzzleteile nachschneiden, nur eben aus dickem Holz. Als ich mit der ersten Platte durch bin ist es kurz vor neun und ich beschließe, doch noch zu fahren, packe alles zusammen und düse los.

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